Laufschnecki im Glück
Montag 17 November 2008 um 14:43 Ich bin ja mit meinen Laufergebnissen immer zufrieden, aber nach dem gestrigen Frauenfelder-Halbmarathon war ich glücklich, wie lange nicht.Günti und ich fuhren am frühen morgen bei Nieselregen in Richtung Schweiz zum Frauenfelder-Militärmarsch und Marathon. Etwas ganz Besonderes schon seitens der Organisation. Die Soldaten/innen waren schon auf der Strecke, als die Marathonis mit einem Kanonenschuss starteten.

Ich fuhr mit vielen anderen Halbmarathonis dann mit einem Bähnle zum Start nach Wil. Da ich mit einem netten Schweizer Läufer ins Gespräch kam war die Zeit sehr kurzweilig. Er überholte mich später bei KM13 und auch im Ziel konnten wir uns noch beglückwünschen. Leider kenne ich nicht seinen Namen.
In Wil angekommen war die Zeit für mich mit Umziehen, Kleiderabgabe und einem letzten Toilettengang sehr knapp. Aber die männlichen Sportfreunde, die 30 Minuten später starteten, ließen uns Frauen ganz kulant den Vortritt in der Warteschlange an den Toilettenhäuschen. Danke!
Und dann lief ich diesen landschaftlich schönen Lauf in der für mich Superzeit von 2:13. Ich hatte alles richtig gemacht, ich war richtig angezogen, hatte mein Power-Gel zur richtigen Zeit eingesetzt(nach einem Tipp von meiner Lauffreundin Moni), habe meine Kräfte an den Steigungen gut eingeteilt um zum Schluss noch mal Tempo machen zu können.
Und als ich dann im Zielkanal ankam wurde auch schon Günti angesagt, der seinen 156. Marathon in 3:58 kurz nach mir beendete.
Dieser Lauf ist landschaftlich sehr schön. Wir liefen durch hübsche Dörfer mit tollem Publikum. Kuhglocken in allen Größen wurden geschwungen, ein Alphornbläser war mit von der Partie und auch die Tiere (Kühe, Pferde, Esel und Lamas) machten gute Laune. Jedenfalls mir, die ich trotz aller Anstrengung jeden Lauf genieße.
Und die Mischung von Militärmarsch und Marathonlauf ist einfach toll; jetzt warte ich gespannt auf die Fotos, denn ich konnte es mir nicht verkneifen mich mit einem Soldaten fotografieren zu lassen!
Im Ziel angekommen konnten wir uns als Besonderheit auch noch aussuchen, ob wir eine Medaille, Geld oder Honig bevorzugten. Wir haben uns für Honig entschieden.
Nach einer kurzen Regenerationsphase fuhren wir dann glücklich und etwas erschöpft wieder nach Hause, um uns auf den nächsten Lauf zu freuen.
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