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Herzlich Willkommen beim 18. STUTTGARTER ZEITUNG-LAUF - 28. und 29. Mai 2011 - Der Württembergische Leichtathletik-Verband mit seinen Partnern und Sponsoren sowie die Landeshauptstadt Stuttgart freuen sich auch im Jahr 2011 wieder auf Ihre Teilnahme am 18. STUTTGARTER ZEITUNG-LAUF. Mit den unterschiedlichen Wettbewerben im Rahmen des 18. STUTTGARTER ZEITUNG-LAUFS haben wir wieder ein sportliches Angebot für die ganze Familie geschaffen: leistungssportlich orientierte Läufer, Freizeitläufer...
Der Stuttgarter Zeitungslauf ist und war für unsere kleine Laufgruppe eines der drei Events, das wir, der Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich, Kirchheim/Teck, Dr. Friedrich Fink, Holzmaden, Chirurg, und ich, Cornelia Jathe aus Beuren, dieses Jahr in Angriff nehmen wollten bzw. wollen.
Die Teilnahme für diesen Lauf war für mich aufgrund meiner Verletzung am Fuß mehr als fraglich. Seit Januar dieses Jahres hatte ich einen Sehnenanriss an meinem linken Fuß. Diese Verletzung zwang mich zu einer Zwangspause von fast 5 Monaten; unterbrochen durch unvernünftiges allzu frühen Laufens. Ich konnte leider nicht akzeptieren, dass eine solche Verletzung so lange dauern würde. Aufgrund eines Gespräches mit meinem Nachbarn, der mit mir mit dem Rennrad unterwegs war, habe ich die Adresse von dem Physiotherapeuten, Erich Knust, erhalten. Mein Nachbar meinte, dass wenn es einer hinkriegt, dann er! Voller Hoffnung und auch etwas deprimiert habe ich dann die Praxis von Herrn Knust in Dettingen/Teck aufgesucht. Bereits nach einer kurzen Untersuchung baute mich Herr Knust mit einem Lächeln auf, dass wir das gemeinsam hinkriegen werden.
Er und seine Mitarbeiterin, die selbst einmal eine begnadete Mountainbikerin im Bundeskader der Schweiz war, leider jedoch verletzungsbedingt aufhören musste, setzten alles daran, mich wieder auf die “Füße“ zu bringen. Herr Knust musste mehrmals meine Hüfte via „Einrenken“ wieder in Form bringen und Corinna massierte sich die Finger wund, um mein Bein wieder auf Vordermann zu bringen. Die beiden verteilen so einen wundervollen Optimismus, dass man selbst auch an eine schnelle Heilung glauben kann. Ich hatte in der Tat nur sechs Behandlungen manuelle Therapie vom Arzt verordnet bekommen und leistete mir trotzdem jeweils eine volle Stunde „Extra-Behandlung“. Nach jeder Behandlung bin ich in meine Laufschuhe geschlüpft und bin ca. 1 Stunde gelaufen. Nach den ersten drei Behandlungen bin ich frustriert, humpelnd und stöhnend bei Herrn Knust erschienen, der mich stets mit einem fröhlichen Lächeln und einer Runde „einrenken“ belohnte. Er machte mir Mut und versicherte mir, dass die Schmerzpausen von Mal zu Mal deutlich länger werden würden. Was in der Tat auch so war. Nach der fünften Runde „einrenken“ mit Sonderbehandlung und den Halbmarathon in Stuttgart in einer Woche noch vor Augen sagte ich mir, wenn mein Fuß auf einem Waldweg einen 2-Stundenlauf aushält, mich dann nichts mehr von meinem Ziel abhalten kann. Dieses Vorhaben teilte ich dann auch Herrn Knust mit und er sowie Corinne gaben mir noch eine Extra-Behandlung par excellence! Herr Knust gab mir für den Freitagabend vor dem Lauf noch einen Sondertermin und verpasste mir ein paar Tapes.
So konnte und habe ich meine beiden Laufpartner eine Woche vor dem Lauf noch überrascht und meine Teilnahme zum Lauf zugesagt. Michael, der vor ca. 2 Jahren mit dem Laufen begonnen hatte, wollte diese Mal unbedingt 2.06 Stunden laufen und mit einem 6er Schnitt ins Ziel kommen, was er auch ganz souverän geschafft hat. Für Friedrich, der dieses Jahr bereits an dem wohl härtesten Rennen der Welt in Kanada, dem 430 Meilen Arctic Ultra Marathon bei minus 50° am Yukon teilgenommen hatte, war dies sowieso kein Problem. Er ist zusammen mit Michael locker die 2.06 h gelaufen. Da ich völlig untrainiert ins Rennen ging, war ich froh, in einer Zeit von 2.08 h ins Ziel zu kommen.
Alleine das Gefühl gehabt zu haben, nach fünf Jahren Laufpause und dem Verletzungspech wieder einen Halbmarathon laufen zu können, war für mich das größte Geschenk. Damals war ich unter anderem Ultra-Marathonläufe wie z.B. die 100 km in Biel gelaufen.
Meine Verletzungszeit habe ich mit dem Rennradfahren überbrückt. Das Rennradfahren macht mir zusehends mehr Freude, jedoch ist das Lauffieber in mir geblieben und mein Läuferherz schlägt weiter wieder in Richtung Marathon. Zusammen mit meinen Lauffreunden werden wir dieses Jahr noch einen Marathon, dessen Stadt momentan noch nicht näher bekannt ist, anstreben. Sicher ist jedoch, dass wir in Tübingen am Nikolauslauf wieder teilnehmen werden.
Der Stuttgarter Zeitungslauf war ein Lauf mit vielen Emotionen, zum einen, hält mein Fuß die Strapazen aus, schafft Michael seine 2.06 Stunden und spielt auch das Wetter mit. Das Wetter und die Sonne hatten es dann aber besonders gut mit uns gemeint. Bereits vor dem Start waren wir sehr durstig. Dazu kam noch, dass sich der Start um eine halbe Stunde verzögerte und die Sonne ihr übriges dazu tat. Gleich nach dem Start und auf der gesamten Strecke wurden wir von einer jubelnden Zuschauermenge, flotten Rhythmen von Musikvereinen- und -gruppen, Cheerleadern und Trommelwirbel von einer Gruppe von Trommlern empfangen, so dass das Laufen wirklich zum Event wurde und sich jeder Tropfen Schweiß gelohnt hat.
Beuren, den 09.06.2011
Cornelia Jathe
Eintrag-Nr.:157
Eingetragen:13.03.2009
Freigeschaltet:12.03.2011
Kategorie:Startseite » Baden-Württemberg » weitere Laufveranstaltungen
URL:http://www.stuttgarter-zeitung-lauf.de
Short URL:http://tiny.cc/stuttgarter-zeitung-lauf
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